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Schiitische Abgeordnete al-Sadrs wollen irakische Regierung verlassen

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Schiitische Abgeordnete al-Sadrs wollen irakische Regierung verlassen

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Die politische Bewegung des schiitischen Predigers Muktada al-Sadr hat ihren Austritt aus der irakischen
Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki angekündigt. Die Gruppierung werde ihre sechs Minister sofort zurückziehen, weil sich al-Maliki weigere einen Plan für den Abzug der ausländischen Truppen aufzustellen, sagte ein führender Politiker
der Gruppierung der irakischen Nachrichtenagentur Aswat al-Irak.Al-Sadrs Bewegung gehören 30 der 275 Mitglieder des irakischen Parlaments an.
Unterdessen wurden bei Anschlägen rund 80 Zivilisten in die Luft gesprengt, unter ihnen Dutzende schiitischerPilger, Frauen und Kinder. Bei einem Bombenanschlag in der schiitischen Pilgerstadt Kerbela starben am Samstag nach Polizeiangaben 40 Menschen. 160 weitere Menschen wurden verletzt. Der Sprengsatz in Kerbela explodierte rund 200 Meter entfernt von der Grabmoschee Husseins, des im Jahr 680 in einer Schlacht gefallenen Enkels des Propheten Mohammed. Die Moschee ist einer der wichtigsten Wallfahrtsorte für schiitische Muslime aus aller Welt. Nach dem Anschlag demonstrierten Hunderte wütender Menschen in Kerbela gegen die Regierung. Sie forderten den Rücktritt des
Gouverneurs und des Stadtrates.