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Uni-Blutbad in Virginia: Amokläufer wirkte ruhig und gelassen

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Uni-Blutbad in Virginia: Amokläufer wirkte ruhig und gelassen

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Mit seinem Mobiltelefon filmte der Student Jamal Albarghouti die tödlichen Schüsse auf dem Campus. Der Amokläufer hatte zunächst in einem Wohnheim zwei Menschen getötet. Zwei Stunden später schoss offensichtlich derselbe Täter in einem Hörsaal-Gebäude auf der anderen Seite des Campus um sich.

Zeugen berichteten, der Schütze sei schweigend von einem Hörsaal zum anderen gegangen und habe auf Dozenten und Studenten gefeuert. Der Amokläufer hat sich nach Medienberichten anschließend mit einem Kopfschuß selbst getötet.

Rektor Charles Seger wies Vorwürfe, dass man zu spät oder falsch reagiert habe, zurück: “Wir haben das Wohnheim gesperrt, weil wir dachten, dass nur dort geschossen würde. Wir hatten keinen Grund, azunehmen, dass es noch einen anderen Vorfall
geben würde”, sagte Seger.

Die Virginia Tech University in Blacksburg, Partnerschule der Technischen Universität Darmstadt, gehört zu den führenden US-Hochschulen in der Ingenieursausbildung.

Nach Angaben des Hessischen Rundfunks hat eine Gruppe von Darmstädter Austauschstudenten den Amoklauf unbeschadet überstanden. Das
Massaker ist das blutigste in der amerikanischen Universitätsgeschichte. Es erfolgte nur vier Tage vor dem 8. Jahrestag des Schulmassakers von Columbine.