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Erster südamerikanischer Energie-Gipfel beendet

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Erster südamerikanischer Energie-Gipfel beendet

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Auf der Touristeninsel Margarita ist der erste südamerikanische Energie-Gipfel zu Ende gegangen. Venezuelas Präsident Hugo Chavez versuchte, Probleme um das Thema Bio-Kraftstoffe herunterzuspielen. Zwischen Venezuela und Brasilien war es zu einer Kontroverse gekommen, nachdem Brasiliens Präsident Lula da Silva und US-Präsident George W. Bush sich darauf geeinigt hatten, die Herstellung von Ethanol zu fördern. Chavez forderte Bush auf, seine Äußerungen über Ethanol zu korrigieren. Er manipuliere und täusche die ganze Welt. Ethanol oder Bio-Kraftstoffe könnten niemals ein Ersatz für Erdöl sein. Die USA sind der größte Käufer venezolanischen Erdöls. Chavez braucht diese Einnahmen, um in seinem Land Sozialprogramme für die Armen zu finanzieren. Bush will mit der Produktion von Ethanol die Abhängigkeit der USA von politisch unberechenbaren Erdöllieferanten wie Venezuela verringern. Der Bio-Kraftstoff wird unter anderem aus Mais gewonnen. Chavez sagte nun, Mais sei für Tortillas da, nicht für US-Autos. Dahinter steckt die Befürchtung, die amerikanische Ethanol-Produktion könne die Lebensmittelpreise in die Höhe treiben. Brasilien stellt Ethanol effizienter als die USA aus Zuckerrohr her. Zu einem Abschlussdokument fanden die zehn Teilnehmerstaaten in Margarita nicht.