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Schwacher Dollar treibt Euro in die Nähe von Rekordhoch

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Schwacher Dollar treibt Euro in die Nähe von Rekordhoch

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Die anhaltende Dollar-Schwäche hat den Euro in diese Nähe seines historischen Allzeithochs getrieben. Die Gemeinschaftswährung notierte zeitweise bei 1,36 Dollar. Auch das Pfund Sterling erklomm zum Dollar neue Höhen. Die britische Devise wurde für 2,01 Dollar gehandelt. Das war der höchste Stand seit 1981.

Schon seit Tagen ist der Euro auf Höhenflug, angetrieben von guten Wirtschaftsdaten aus Deutschland und der Eurozone, während die Sorge vor einer harten Landung der US-Konjunktur den Dollar belastet. Eine Belastung könnte dies auch für die europäische Exportwirtschaft bedeuten, wie Henk Potts von Barclay´s erklärt. So manches Unternehmen dürfte in den USA an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.

Verlieren tun auch amerikanische Touristen in Europa. Denn sie bekommen für ihre Dollars weniger Euro oder Pfund. “Wir wußten, dass es teuer werden würde, aber nicht so teuer”, meint eine London-Besucherin aus den USA. “Um zu sparen, werden wir wohl weniger auswärts essen und mehr Mahlzeiten selbst zubereiten.”

Verbrauchern in der Eurozone bringt der starke Euro Vor- und Nachteile. Da sie für einen Euro mehr Gegenwert in Dollar bekommen, können sich etwa USA-Reisende freuen. Theoretisch könnten auch Importgüter und das Benzin an der Zapfsäule günstiger werden, da Rohöl an den Weltmärkten in Dollar gehandelt wird. Verbilligt sich der Dollar im Vergleich zum Euro, müssen die großen Ölkonzerne weniger bezahlen.