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Schlusspurt im französischen Wahlkampf

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Schlusspurt im französischen Wahlkampf

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Mit letzten großen Kundgebungen vor der Wahl am Sonntag haben die Präsidentschaftskandidaten in Frankreich das Ende ihres Wahlkampfes eingeläutet. Ex-Innenminister Nicolas Sarkozy schwor seine Anhänger in Marseille auf die Abstimmung ein. Der Ort war bewusst gewählt: Die Hafenstadt am Mittelmeer gilt als Hochburg des Rechtsextremen Jean Marie Le Pen. Letzten Umfragen zufolge werden Sarkozy und die Sozialistin Segolene Royal in die Stichwahl am 6.Mai einziehen.

Royal griff Sarkozy wegen seines Werbens um rechtsextreme Wähler scharf an. Bei ihrem Auftritt in Toulouse erhielt sie Unterstützung vom spanischen Ministerpräsidenten Jose Luis Rodriguez Zapatero. Seine Wahlkampfhilfe könnte der Segolene Royal noch einige zusätzliche Stimmen verschaffen, hoffen die Sozialisten.

Ein wenig an Zustimmung verloren hat der Liberale Francois Bayrou. Er liegt in den Meinungsumfragen an dritter Stelle deutlich hinter Sarkozy und Royal. Bayrou bezeichnet sich selbst als Kandidaten der Mitte. Meinungsforschern zufolge ist er der Einzige, der in der Lage wäre, Sarkozy in einer möglichen Stichwahl zu schlagen.

Kaum Chancen werden dagegen dem Rechtsradikalen Jean Marie Le Pen eingeräumt. Allerdings haben sich angeblich rund 40 Prozent der Franzosen noch nicht endgültig entschlossen, wen sie am Sonntag wählen wollen. Bei der Abstimmung vor 5 Jahren hatte es Le Pen entgegen aller Vorhersagen in die Stichwahl geschafft.