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Französische Präsidentschaftswahlen: Ségolène Royal vor schwieriger Aufholjagd

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Französische Präsidentschaftswahlen: Ségolène Royal vor schwieriger Aufholjagd

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Auch die sozialistische Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal kann sich nach dem ersten Wahldurchgang keine Atempause gönnen. Sie eröffnete die heiße Phase vor der Stichwahl mit einem Besuch im südfranzösischen Valence – und hofft auf breite Unterstützung. “Wir beginnen uns bereits zu sammeln, denn einige Kandidaten, die nicht in die Stichwahl gekommen sind, haben sich bereits hinter mich gestellt”, sagte Royal. “Dafür danke ich ihnen, denn das schafft Dynamik. Jetzt müssen wir arbeiten und Stellung beziehen, denn die Franzosen werden zwei Persönlichkeiten, zwei Charaktere vergleichen, um zu sehen, wo ihre Positionen einander ähneln, wovon sie sprechen, was sie machen und wer sie sind.”

Mit einem Ergebnis von 25,8 Prozent ließ Ségolène Royal die Sozialisten das Trauma von 2002 vergessen: Damals war der sozialistische Kandidat Lionel Jospin im ersten Wahlgang gescheitert. Entsprechend wurde Royal nach IHREM ersten Wahlgang bejubelt. Dennoch: sie liegt mehr als fünf Prozentpunkte hinter Nicolas Sarkozy und es wird für sie nicht einfach, diesen Vorsprung in der Stichwahl aufzuholen – auch wenn Grüne, Kommunisten und Trotzkisten sich bereits hinter sie stellten und ihre Fans sich geradezu hemmungslos optimistisch zeigen. So ist ein junger Mann überzeugt: “Ségolène Royal wird die erste Frau an der Spitze der französischen Republik!”

Jetzt muss die Offizierstochter versuchen, die Wähler der Mitte verstärkt anzusprechen und gleichzeitig die Linke nicht zu vergrämen. Ein Spagat mit ungewissem Ausgang: Nicht umsonst sprach der grüne EU-Abgeordnete Daniel Cohn-Bendit von einer “schweren Aufgabe” für Royal.