Eilmeldung

Eilmeldung

Nicolas Sarkozy im 2. Wahl gang

Sie lesen gerade:

Nicolas Sarkozy im 2. Wahl gang

Schriftgrösse Aa Aa

Zu seinem vorletzten Wahlkampftermin erschien Nicolas Sarkozy hoch zu Ross. Ein Rivale hatte mit dem Hinweis punkten wollen , er sei der einzige Kandidat, der eine Kuh melken könne – schon demonstrierte auch Sarkozy Nähe zum Landvolk, auf das in Frankreich noch wesentlich mehr Wählerstimmen entfallen als etwa in Deutschland.

Am Wahltag dann präsentierte er sich ganz in Familie – nicht nur die nach einem medienwirksamen Ehekrach rechtzeitig zurückgekehrte Gattin sondern auch die beiden Töchter aus ihrer erster Ehe an seiner Seite.

Dieser Kandidaten kennt offensichtlich keine Angst vor heißen Eisen. Er hat es riskiert, in den Vororten zum Hassobjekt zu werden, indem er die randalierenden, die Autos der Nachbarn anzündenden Jugendlichen “Gesindel” nannte. Er hat es aber auch riskiert, als Innenminister Radarfallen einzuführen – eine absolute Popularitätsfalle für einen französischen Politiker.

Der Sohn eines vor den Kommunisten geflohenen ungarischen Adligen wollte schon in jungen Jahren nach ganz oben. Die zunächst von Jacques Chirac geförderte Karriere bekam einen Knick, als Sarkozy zwischenzeitlich einen Chirac-Rivalen unterstützte. Aber das ist längst Geschichte…