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Präsidentschaftswahl in Frankreich: Sarkozy und Royal kämpfen um die politische Mitte

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Präsidentschaftswahl in Frankreich: Sarkozy und Royal kämpfen um die politische Mitte

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Keine Atempause für Nicolas Sarkozy. Einen Tag nach dem ersten Durchgang zur französischen Präsidentschaftswahl stürzte sich der Sieger schon in den nächsten Wahlkampf: jenen für die Stichwahl am 6. Mai. In Paris besuchte Sarkozy mit der ehemaligen Präsidentin des EU-Parlamentes Simone Veil ein Heim für Frauen in Not. Im ersten Wahlgang hatte Sarkozy 31,1 Prozent der abgegebenen Stimmen errungen – das beste Erstrunden-Ergebnis eines Kandidaten seit 1988. Auch für die Stichwahl kann Sarkozy optimistisch sein: Umfragen sehen ihn mit bis zu 54 Prozent klar in Führung, zudem stellte sich der scheidende Präsident Chirac erneut hinter ihn.

Schwieriger könnte es da schon für Sarkozys sozialistische Rivalin, Ségolène Royal, werden. Sie lag im ersten Durchgang mit 25,8 Prozent mehr als fünf Prozentpunkte hinter dem konservativen Kandidaten. Nun startet sie ihre Aufholjagd. “Wir beginnen uns bereits zu sammeln, denn einige Kandidaten, die nicht in die Stichwahl gekommen sind, haben sich hinter mich gestellt”, sagte Royal. “Dafür danke ich ihnen, denn das schafft Dynamik. Jetzt müssen wir mit der Arbeit beginnen.”

Höhepunkt des Wahlkampfs für die Stichwahl wird voraussichtlich eine Fernsehdiskussion der beiden Kandidaten, die sich nun um die politische Mitte bemühen müssen. Denn nur wer die 6,8 Millionen Wähler des Zentrumskandidaten Francois Bayrou für sich gewinnt, hat reelle Chancen auf den Einzug in den Elysee-Palast.