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Präsidentschaftswahlen in Frankreich: Kampf um die Stichwahl hat schon begonnen

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Präsidentschaftswahlen in Frankreich: Kampf um die Stichwahl hat schon begonnen

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In Frankreich hat einen Tag nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen der Kampf um den entscheidenden zweiten Durchgang begonnen. Schon früh am Morgen war der Sieger des ersten Wahlgangs, der konservative frühere Innenminister Nicolas Sarkozy, wieder auf den Beinen, um seine Anhänger zu mobilisieren – diesmal in Dijon. Am Sonntag hatte Sarkozy nach Angaben der traditionell im Innenministerium angesiedelten Wahlkommission 31,18 Prozent der abgegebenen Stimmen bekommen – und in seiner Ansprache nach Bekanntgabe des Ergebnisses zeigte er sich schon wieder kämpferisch: “Ich möchte allen Franzosen sagen, dass eine Gesellschaft der Vollbeschäftigung in meinen Augen ein wichtiges Hilfsmittel ist, um das Ziel zu erreichen: eine Gesellschaft, in der es keine Bürger zweiter Klasse gibt. Ich möchte nichts anderes, als die Franzosen in einem neuen französischen Traum zu vereinen.”

Für die Stichwahl am 6. Mai sind Sarkozys Aussichten gut: Mehrere Umfragen nach dem ersten Wahlgang sehen ihn klar vor seiner sozialistischen Rivalin Segolene Royal. Als Höhepunkt der zweiten Wahlkampfphase ist ein Fernsehduell zwischen den beiden Kandidaten geplant. Sarkozys Unterstützer sind zuversichtlich, dass ihr Wunschkandidat am Ende in den Elysee-Palast einziehen kann. “Wir sind sehr glücklich”, meint ein Sarkozy-Fan. “Jetzt gehen wir voller Hoffnung und Energie in den Wahlkampf für die Stichwahl. Lang lebe Nicolas!”

Die Wahlbeteiligung lag in der ersten Runde bei 84,6 Prozent und war damit eine der höchsten der französischen Nachkriegsgeschichte. In den nächsten beiden Wochen muss sich Sarkozy freilich in der politischen Mitte platzieren – denn dort wird laut Experten die Stichwahl entschieden.