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Sarkozy und Royal in der Stichwahl am 6. Mai

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Sarkozy und Royal in der Stichwahl am 6. Mai

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Nachfolger des französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac wird entweder die Sozialisten Ségolène Royal oder der Konservative Nicolas Sarkozy. Dafür haben sich die Franzosen mit einer sehr hohen Wahlbeteiligung ausgesprochen: Nur 15% der Stimmberechtigten gingen nicht wählen.

Die Ergebnisse ähneln sehr stark den Umfragen der vergangenen Tage: Sarkozy führt klar vor Royal. Francois Bayrou von der Zentrumspartei UDF landet abgeschlagen auf dem dritten Platz weit vor dem Rechtsextremen Jean Marie Le Pen von der Front National. Die kleineren Parteien konnten kaum Stimmen holen bis auf den Trotzkisten Olivier Besancenot von der Liga der revolutionären Kommunisten. Der Wahlsieger der ersten Runde Sarkozy wurde im Hauptquartier der UMP frenetisch gefeiert.

Er erklärte, die Franzosen hätten ihren Willen gezeigt, dass niemand an ihrer Stelle wählen dürfe. Indem sie ihn an die Spitze der ersten Wahlrunde gesetzt hätten und Ségolène Royal an die zweite Position, hätten die Wähler klar gezeigt, dass sie die Debatte zwischen den beiden Auffassungen über eine Nation, den zwei gesellschaftpolitischen Projekten, zwei Wertesystemen und zwei politischen Konzepten zu Ende führen wollten, so der Kandidat der konservativen UMP.

Nun ist es an Sarkozy und Royal, bis zum 6. Mai die 44,5 Millionen Stimmberechtigten für sich zu mobilisieren – Bayrou könnte zum Königsmacher werden. Ab dem 27. April beginnt offiziell die zweite Wahlkampfrunde, sie endet am 4. Mai um Mitternacht. Bis zur Stichwahl dürfen sich die beiden Kandidaten nicht mehr äußern, die Medien dürfen keine Umfragen mehr veröffentlichen. Insgesamt ist diese erste Wahlrunde auch ein Sieg für die führenden Meinungsforschungsinstitute. Diese hatten sich vor fünf Jahren stark verkalkuliert: Damals schaffte es Le Pen überraschend am sozialistischen Kandidaten vorbei in die Stichwahl.