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Ségolène Royal - eine Kandidatin der Basis

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Ségolène Royal - eine Kandidatin der Basis

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Einen Wahlkampf nahe am Volk hatte sie den Franzosen versprochen. Ségolène Royal ist eine Kandidatin der Basis. Als erste Präsidentschaftskandidatin der Sozialistischen Partei wurde sie per Urwahl nominiert. Dabei stach sie männliche Granden der Sozialisten klar aus.

Ihre eigene Stimme gab die Kandidatin am Sonntag in Melle in der westfranzösischen Region Poitou-Charentes ab. Seit 2004 steht sie der Region vor, die bis dahin eine Hochburg der Konservativen war.

Ihr politischer Ziehvater ist Francois Mitterand. Gerade erstmals zum Präsidenten gewählt, beruft er 1981 die junge Verwaltungsrichterin in seinen Beraterstab. 1992 wird sie Umweltministerin, von 1997 bis 2002 leitet sie das Familienressort.

Im Wahlkampf versuchte sie, ihr außenpolitisches Profil zu schärfen. Dass sie bei einer China-Reise die Effizienz des dortigen Justizsystems lobte, überstand sie ebenso wie andere Patzer.

Kritiker haben Royal oft vorgeworfen, sie habe von vornherein eine bessere Ausgangsposition gehabt. Denn Francois Hollande, ihr Lebensgefährte, den sie vor fast 30 Jahren auf der ENA kennen lernte, ist heute Erster Sekretär der Sozialistischen Partei. Und Vater ihrer vier Kinder.