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Präsidentschaftswahlen in Frankreich: Wahlkampf für die Stichwahl voll entbrannt

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Präsidentschaftswahlen in Frankreich: Wahlkampf für die Stichwahl voll entbrannt

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In Frankreich hat der Endspurt um das Amt des Staatschefs begonnen. Der Konservative Nicolas Sarkozy und die Sozialistin Segolene Royal treten am sechsten Mai zur Stichwahl an. Sarkozy, der mehr als 31 Prozent der Stimmen gewonnen hatte, sagte bei seiner ersten Veranstaltung nach der Wahlrunde vom Sonntag, es gehe nicht darum, sich für einen Präsidenten eines rechten oder eines linken Frankreichs zu entscheiden: “Wir wollen den Präsidenten der Republik Frankreich wählen, die Republik aber gehört allen, sie gehört uns, allen Franzosen, ohne Ausnahme. Die Republik ist das Gegenteil des Sektierertums.” Neuen Umfragen zufolge kann Sarkozy in der Stichwahl mit 52 bis 54 Prozent der Stimmen rechnen.

Wie ihr Konkurrent wirbt auch Royal um die fast sieben Millionen Wähler des Zentrumspolitikers Francois Bayrou. Die Sozialistin, die mehr als 25 Prozent verbuchen konnte, bedankte sich für das Vertrauen ihrer Wählerinnen und Wähler. Das Ergebnis der ersten Runde mache die Schmach von 2002 wett, sagte sie. Ihr Vorgänger Lionel Jospin hatte damals zehn Prozent weniger erzielt und war nicht in die Stichwahl gekommen. Beide Kandidaten betonen nationale Werte und ihr soziales Engagement. Die Themen Europa und seine Zukunft haben bisher im Wahlkampf hingegen keine Rolle gespielt.