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Wieder Anschläge im Irak: Neun US-Soldaten sterben bei Explosion nahe Militärstützpunkt

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Wieder Anschläge im Irak: Neun US-Soldaten sterben bei Explosion nahe Militärstützpunkt

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Die Gewalt im Irak setzt sich fort. Im Osten Bagdads explodierte am Dienstag eine Bombe neben einem US Minensuchfahrzeug. Dieses wurde dabei vollständig zerstört. Mehrere Jugendliche versammelten sich neben den Überresten eines US-Trucks, der am Montag in Sadr City auf einen Sprengkörper gefahren war.

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen US-Stützpunkt in der Provinz Dijala nordöstlich von Bagdad wurden neun Soldaten getötet. 20 weitere US-Militärs sowie ein irakischer Zivilist erlitten Verletzungen, als der Attentäter die in einem Auto versteckte Bombe zündete. Der April ist damit für die US-Truppen mit 85 Toten der blutigste Monat seit Dezember – damals waren 112 US-Soldaten bei Anschlägen getötet worden.

Dessen ungeachtet erklärte US-Präsident George W. Bush bei einem Treffen mit dem Kommandeur im Irak, David Petraeus, es habe deutliche Fortschritte gegeben. Tatsächlich aber gerät Bush immer mehr unter Druck. Der US-Kongress stimmt in den kommenden Tagen über das Wehretatgesetz ab, das auch einen Truppenabzug bis April 2008 vorsieht. Bush kündigte bereits sein Veto an.