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Kosovo-Verhandlungen: Von der Theorie in die Praxis

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Kosovo-Verhandlungen: Von der Theorie in die Praxis

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Die 15-köpfige UN-Delegation ist seit diesem Donnerstag in Serbien, um sich selbst ein Bild von der Lage im Kosovo zu machen. Die serbische Regierung schlug eine überwachte Autonomie für die abtrünnige Provinz vor. Sie lehnt eine überwachte Unabhängigkeit nach wie vor strikt ab – was jedoch der Plan des UN-Sondergesandten Martti Ahtisaari vorsieht.

Die südserbische Provinz steht bereits seit acht Jahren unter UN-Verwaltung. Dort leben hauptsächlich Albaner.

Die serbische Minderheit versuchte ihrerseits, auf ihren Standpunkt aufmerksam zu machen. In Rudnica versammelten sich mehrere tausend Kosovoserben, die während der Kämpfe flohen und nun Anfeindungen fürchten. Sie alle hat die Hoffnung dorthin getrieben, sich bei der UN-Delegation Gehör zu verschaffen. An diesem Freitag werden die 15 Botschafter in Pristina erwartet.

Der kosovarische Präsident Fatmir Sejdiu sagte, er hoffe, dass es keine Verzögerungen gebe und dass der Sicherheitsrat eine neue Resolution beschließen werde. Neue Gespräche sind notwendig, denn die Serben lehnen den Plan des UN-Sondervermittlers über die Zukunft des Kosovo ab. Russland droht im Falle einer Abstimmung im Sicherheitsrat mit seinem Veto.