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Barrot kündigt Richtlinie für grenzüberschreitende Verfolgung von Verkehrsrowdys an

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Barrot kündigt Richtlinie für grenzüberschreitende Verfolgung von Verkehrsrowdys an

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Die EU-Kommission hat diesen Freitag zum Europäischen Tag der Sicherheit im Straßenverkehr erklärt. Mit einer Konferenz in Brüssel versuchte sie, insbesondere junge Leute für sicheres Fahrverhalten zu mobilisieren: Der Anteil der 18- bis 25jährigen, die in Europa in einen Unfall verwickelt sind, ist ihren Stastiken zufolge überdurchschnittlich hoch. Alkohol und Drogen am Steuer stellen weiterhin eins der Hauptrisiken dar.

Der Appell des Verkehrskommissars an die Jugend: “Sie müssen die Generation sein, die den Kampf gegen die Unsicherheit auf der Straße gewinnt.”

Jacques Barrot kündigte außerdem ein Gesetzvorhaben an, um schwerwiegende Verkehrsvergehen künftig auch grenzüberschreitend zu ahnden. Damit hapert es bislang in der EU.

“Das ist ein Richtlinienentwurf, den ich der Kommission zur Annahme vorlegen werde, um Verstöße gegen die Straßenverkehrsvorschriften zu bestrafen, egal wo sie begangen wurden – selbst wenn der Täter in einen anderen EU-Mitgliedsstaat überwechselt und etwa in seinen Heimatstaat zurückkehrt, nachdem er durch einen anderen EU-Staat durchgefahren ist. Wir müssen dem Kampf gegen Verkehrsrowdys jetzt eine europäische Dimension geben.”

Rund 38.000 Verkehrstote verzeichnete die EU im vergangenen Jahr. 2001 waren es 50.000. Worauf Brüssel die Initiative für mehr Sicherheit im Straßenverkehr startete, mit dem Ziel, die Zahl der Verkehrstoten bis 2010 auf die Hälfte zu senken – durch restriktive Maßnahmen wie durch Aufklärung und Appelle zu mehr Eigen-Engagement für sicheres Fahren.