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Denkmalstreit: Russischer Föderationsrat verlangt Abbruch der diplomatischen Beziehungen

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Denkmalstreit: Russischer Föderationsrat verlangt Abbruch der diplomatischen Beziehungen

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Der estnische Ministerpräsident Andrus Ansip verteidigte die Entscheidung, das Denkmal zu verlegen. Der Abbau sei eine Reaktion auf die Gewalt. Ansip fordert die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren und sich an Recht und Gesetz zu halten.

“Es ist unvernünftig sein Leben mit 5 Jahren Gefängnis zu beginnen. Es ist vernünftig, zu Hause zu bleiben und sich nicht provozieren zu lassen”, mahnte Ansip.

Der estnische Statspräsident Toomas Hendrik Ilves verurteilte die Ausschreitungen in scharfer Form:
“Mitbürger! Gestern sahen wir in der Stadtmitte von Tallinn, Plünderungen, Randale und Raubzüge, Verbrechen, die in keinem Zusammenhang mit der Friedhofsruhe und dem Andenken an die Opfer des Zweiten Weltkrieges stehen. Die Radalierer von gestern Nacht einte nicht die Nationalität sondern der Wunsch, Krawall zu machen”, sagte Ilves.

Das russische Oberhaus forderte den Abbruch der diplomatischen Beziehungen: “Ich würde vorschlagen, an Präsident Putin zu appellieren, die diplomatischen Beziehungen abzubrechen. Es geht zuweit, das Andenken an die Opfer des Weltkrieges zu entehren. Es reicht jetzt!” appellierte der Präsident des Föderationsrates Sergei Mironow an die Kammer.

Der Föderationsrat bezeichnete die Regierung des Nachbarlandes als “provinzielle Neonazis”. Die zweite Kammer, die Staatsduma, sprach sich für
Sanktionen in den Bereichen Wirtschaft, Energie und Finanzen gegen das NATO- und EU-Mitglied Estland aus.