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UNO-Delegation zu Besuch im Kosovo

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UNO-Delegation zu Besuch im Kosovo

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Spätestens nächsten Monat will der UNO-Sicherheitsrat über die Zukunft des Kosovo entscheiden. Die UNO-Botschafter der Ratsmitglieder sind in der Region unterwegs; jetzt waren sie auch in der abtrünnigen serbischen Provinz selbst.

Das Kosovo sei bereit für die Unabhängigkeit, sagt nach dem Treffen dessen Präsident Fatmir Sejdiu. Man wolle einen modernen und demokratischen Staat errichten, für alle Bürger, egal welcher Bevölkerungsgruppe.

Und der amerikanische UNO-Botschafter Zalmay Khalilzad sagt, der Vermittlungsvorschlag liege auf dem Tisch; auf seiner Grundlage müsse man in den nächsten Wochen entscheiden. Man höre sich hier an, wie die verschiedenen Gruppen denken; damit helfe dieser Besuch bei der Entscheidung.

Diese Gruppen: das sind neunzig Prozent Albaner, zehn Prozent Serben. Die Kosovo-Albaner wollen unbedingt die Unabhängigkeit, aber Serbien, zu dem das Kosovo nach wie vor gehört, lehnt das ab. Im Sicherheitsrat hat es die Unterstützung Russlands.

Ein Friedensplan der UNO gibt dem Kosovo faktisch die Unabhängigkeit, den Serben hier aber auch starke Rechte. Das ist den Albanern zuviel, den Serben zuwenig. In Rudnica demonstrierten zehntausend von ihnen, während die UNO-Botschafter den serbisch bewohnten Ort besuchten. Sie verlangen eine Rückkehr in ihre Heimatorte, aus denen sie nach dem Kosovokrieg aus Rache vertrieben wurden.