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Wachsende Sorge in Frankreich um Geiseln in Afghanistan

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Wachsende Sorge in Frankreich um Geiseln in Afghanistan

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In Frankreich wächst die Sorge um das Schicksal der in Afghanistan festgehaltenen französischen Geiseln. Die Frau und ihr männlicher Kollege waren am Angang April in die Gewalt der Taliban-Rebellen geraten. In Videoaufnahmen baten sie die französische Regierung inständig um Hilfe.

Angesichts des ablaufenden Ultimatums der Taliban erklärte Außenminister Douste-Blazy, es werde “alles getan”, um die Geiseln freizubekommen. Mit den Franzosen wurden auch ihre drei afghanischen Begleiter verschleppt. Ein Sprecher der Taliban präzisierte unterdessen, das Ultimatum laufe am Samstag ab, und nicht schon am Freitag. Die Geiseln waren im Südwesten Afghanistans für eine Hilfsorganisation tätig.

Ihre Entführer hatten von Paris am 20. April verlangt, binnen einer Woche seine Truppen aus Afghanistan abzuziehen. Außerdem forderten von sie von der Regierung in Kabul die Freilassung “politischer Gefangener”. Im vergangenen Monat hatte Kabul eine solche Forderung erfüllt, um den italienischen Journalisten Daniele Mastrogiacomo freizubekommen. Doch sein afghanischer Kollege wurde ermordet. Die Regierung wurde daraufhin scharf kritisiert.