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Berlusconi in zweiter Instanz von Bestechungsvorwürfen freigesprochen

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Berlusconi in zweiter Instanz von Bestechungsvorwürfen freigesprochen

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Ein Mailänder Gericht hat den ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi vom Vorwurf der Korruption freigesprochen. Berlusconi war beschuldigt worden, Richter bestochen zu haben, um den Verkauf eines Lebensmittelkonzerns an einen Konkurrenten zu verhindern. Das Berufungsgericht bestätige damit einen Spruch der Vorinstanz von Dezember 2004. Einer der Anwälte Berlusconis sagte, die Vorwürfe gegen seinen Mandanten hätten nie bewiesen werden können. Es sei klar, dass er kein Verbrechen begangen habe. Das Urteil zeige nun die Wahrheit; nach einem Prozess, der sehr schwierig gewesen sei, und der tiefe Spuren im politischen Leben Italiens hinterlassen habe. In der Affäre wurde der frühere italienische Verteidigungsminister, Cesare Previti, ein Vertrauter Berlusconis, zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er verbüsst seine Strafe inzwischen als Hausarrest. Gegen Berlusconi hatte die Staatsanwaltschaft ebenfalls fünf Jahre Haft gefordert. Die Anklage hatte ihm vorgeworfen, in den achtziger Jahren mehrere Richter bestochen zu haben, damit sein ehemaliger Konkurrent Carlo de Benedetti, seinerzeit Eigentümer der Lebensmittelfirma Buitoni, das halbstaatliche Unternehmen SME nicht kaufen konnte.