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Letzte Ehre für Mstislaw Rostropowitsch

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Letzte Ehre für Mstislaw Rostropowitsch

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Abschied von einem ganz Großen: von Mstislaw Rostropowitsch, dem weltberühmten Cellisten. Auch jetzt, wie seit über fünfzig Jahren, ist seine Frau Galina Wischnewskaja an seiner Seite: Außerdem sind Hunderte Menschen in das Moskauer Konservatorium gekommen, in dessen Großem Saal Rostropowitsch aufgebahrt liegt; vor der Tür warten sie, um den großen Musiker noch einmal ehren zu können. Rostropowitsch wurde achtzig Jahre alt; am Freitag war er nach langer Krankheit gestorben. Ein enger Freund von ihm sagt: Er war ein wunderbarer Mensch, ein großartiger Mensch und ein großartiger Musiker: Ich nenne ihn den Paganini des Cello.

In der Sowjetunion fielen Rostropowitsch und seine Frau in den Siebzigern in Ungnade. Sie wurden ausgebürgert, beide waren von da an Schweizer. Ihre Herzen aber bleiben in Russland: Ab 1990 leben sie wieder in Moskau; alle Rechte und Ehrungen erhalten sie zurück. Kurz zuvor, gerade für die Deutschen unvergesslich, hatte Rostropowitsch ganz allein und doch für die Welt an der gerade geöffneten Berliner Mauer gespielt. Am Sonntag wird Mstislaw Rostropowitsch in Moskau beigesetzt.