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Sozialistische Kandidatin sucht Unterstètzung der Mitte bei französischer Präsidentenwahl

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Sozialistische Kandidatin sucht Unterstètzung der Mitte bei französischer Präsidentenwahl

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Der im Rennen um die französische Präsidentschaft bereits ausgeschiedene Kandidat der bürgerlichen Mitte Francois Bayrou hat eine Allianz mit der Sozialistin Segolene Royal für die Stichwahl erneut ausgeschlossen. Bei einer Fernsehdebatte der beiden sagte Bayrou, er werde sich nicht auf die Seite von Segolene Royal schlagen, und diese werde sich gewiss nicht dem Zentrum anschließen: Darum gehe es hier nicht.

Die sozialistische Kandidatin, die sich um die Bayrou-Wähler der ersten Runde bemüht, verteidigte vor allem ihre wirtschaftspolitischen Absichten gegen Bayrous Vorwürfe, sie seien nicht finanzierbar: Sie schlage vielmehr wichtige Investitionen vor, mit denen Arbeitsplätze geschaffen würden – und ein nachhaltiges Wachstum. Eine Konvergenz der Ideen sei trotz bestehender Meinungsunterschiede durchaus möglich.

Royals konservativer Gegner in der Stichwahl, Innenminister Nicolas Sarkozy lehnte eine Debatte mit dem Drittplazierten ab. Er werde sich auch nicht über den Verlauf der Debatte zwischen Bayrou und Royal informieren, betonte Sarkozy und fügte hinzu, Bayrou tue ihm leid, denn dem Zentrumspolitiker falle es offenbar sehr schwer, zu akzeptieren, dass er am Finale nicht teilnehme. Doch wie bei der Fußball-Weltmeisterschaft spiele die Nummer Drei im Finale nicht mit. Sarkozy liegt in Umfragen zwischen zwei und acht Prozentpunkten vor seiner sozialistischen Rivalin Segolene Royal. Die Stichwahl findet am kommenden Sonntag statt.