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Internationaler Aktionstag für Darfur

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Internationaler Aktionstag für Darfur

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In London kamen mehrere hundert Menschen in das Regierungsviertel Westminster und forderten ein entschlossenes Handeln der internationalen Gemeinschaft, um das Leben hunderttausender Menschen in der sudanesischen Krisenregion Darfur zu retten. Der vierjährige Darfur-Konflikt gilt als die derzeit schlimmste humanitäre Krise der Welt … mit weit mehr als 200 000 Toten. Sogenannte Blut-Sanduhren sollten das anhaltende Blutvergießen symbolisieren.

Von Völkermord sprach ein Demonstrant. Er sehe es als sein Pflicht an, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, und er wolle der sudanesischen Regierung deutlich machen, dass sie Schande über sich bringe. Unter dem Motto “wir schlagen Alarm” kamen Demonstraten in Berlin mit Weckern, Trommeln und Kochtöpfen ans Brandenburger Tor. Eine Demonstrantin warf der Bundesregierung vor, sie unternehme nicht genug; zudem beklagte sie den unzureichenden Informationsstand der deutschen Öffentlichkeit. In Rom marschierten die Demonstranten zum Kolosseum. In insgesamt 35 Hauptstädten weltweit wurde der Aktionstag für Darfur veranstaltet, für die mehr als zwei Millionen Menschen, die dort auf der Flucht sind.