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Staatsbegräbnis für Rostropowitsch in Moskau

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Staatsbegräbnis für Rostropowitsch in Moskau

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Mit einem Staatsbegräbnis ist in Moskau der Jahrhundert-Cellist und Dirigent Mstislav Rostropowitsch beigesetzt worden. In der Sowjetzeit gehörten er und seine Frau Galina Wischnewskaja zu den prominenten Dissidenten. Das Paar wurde ausgebürgert und erhielt erst unter Michael Gorbatschow seine Rechte zurück. Rund eintausend Menschen, darunter Spaniens Königin Sophia, nahmen an der Totenmesse in der Erlöserkathdrale teil. Familienangehörige und Freunde nahmen am Sarg Abschied, und auch der Präsident von Aserberbaidschan: Dort wurde Rostropowitsch 1927 geboren, in der Stadt Baku.

Nach der Totenmesse wurde der Sarg zum Prominenten-Friedhof des Jungfrauen-Klosters gebracht. Dort wurde Rostropowitsch beigesetzt, neben dem am Mittwoch beerdigten russischen Ex-Präsidenten Boris Jelzin. 1991 standen beide in Moskau gemeinsam auf den Barrikaden, um den Putsch der Altkommunisten abzuwehren. Und mit Jeltsin legte Rostropowitsch auch den Grundstein für den Wiederaufbau der Erlöserkathedrale, wo nun für beide die Totenmesse zelebriert worden ist.