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EU und USA schließen Wirtschaftspartnerschaft

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EU und USA schließen Wirtschaftspartnerschaft

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Diese Partnerschaft und ein Luftverkehrsabkommen sollen dem transatlantischen Handel zusätzliche Schubkraft geben. Das Open-Skies-Abkommen, das bisherige bilaterale Verträge ersetzt, erlaubt den europäischen Fluggesellschaften, vom kommenden Jahr an von jedem Flughafen in der EU zu jedem Flughafen in die USA zu fliegen und umgekehrt. Den Passagieren soll dies mehr Auswahl und günstigere Preise bringen.

Im transatlantischen Handel sollen zwar nicht die Zölle, aber sonstige Barrieren abgebaut werden, wie unterschiedliche Normen oder Zulassungsbedingungen für Produkte. Schon jetzt macht er vierzig Prozent des Welthandels aus. Im vergangenen Jahr führte die EU Waren aus dem USA im Wert von 178 Milliarden Euro ein, und exportierte dorthin Güter für 269 Milliarden Euro – angeführt von Deutschland.

Von daher dürfte auch den deutschen Auto-Herstellern die geplante transatlantische Vereinheitlichung der Normen in der Autoindustrie entgegenkommen, um die sich der neue transatlantische Wirtschaftsrat kümmern soll.

Unter Führung vom Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Allan Hubbard, und EU-Industriekommissar Günter Verheugen wird der Rat Normen und Vorschriften für Kosmetika, medizinische und pharmazeutische Produkte, Autos und Elektrowaren sowie Urheberrechts- und Patentschutz harmonisieren.

Mit der neuen Wirtschaftspartnerschaft wollen die EU und die USA ihre Stellung als führende Wirtschaftsmächte gegen aufsteigende Nationen wie China und Indien festigen. Der Abbau von Zollbarrieren wird weiter im Rahmen der Doha-Welthandelsrunde verhandelt, die bislang weit weniger Schubkraft verzeichnet.