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"Madres de la Plaza de Mayo": Ehrung für eine argentinische Institution

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"Madres de la Plaza de Mayo": Ehrung für eine argentinische Institution

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Seit 30 Jahren versuchen die “Mütter der Plaza de Mayo”, auf das Schicksal ihrer von der Militärjunta verschleppten Kinder aufmerksam zu machen. Mit einem Festakt und zahlreichen Veranstaltungen wird am Montag in Buenos Aires ihr Einsatz für Menschenrechte ausgezeichnet.

Seit dem 30.April 1977 demonstrieren die Frauen jeden Donnerstag vor dem Präsidentenpalast. “In den vergangenen 30 Jahren haben wir viel erreicht aber auch Rückschläge erlitten”, sagt einer der “madres”, “aber wir sind immer wieder wie Phönix aus der Asche auferstanden und heute sind wir nicht mehr allein wie am Anfang.”

Am Anfang nämlich wurden die Mütter von der Polizei verprügelt und verhaftet, doch sie kamen wieder und wurden zum Symbol des Widerstands gegen die Militärdiktatur von General Videla. Diese ließ zehn Tausende mutmaßliche Regimegegner verschleppen, foltern und ermorden.

Der Kampf der Mütter dauert bis heute an, immer noch weitgehend ungeklärt ist etwa das Schicksal von rund 500 Kleinkindern, die die Militärs einst ihren Opfern entrissen und zur Adoption freigaben. Bislang fand die Menschenrechtsgruppe erst 50 von diesen wieder.