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Spanische Telefonica übernimmt bei Telecom Italia das Ruder

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Spanische Telefonica übernimmt bei Telecom Italia das Ruder

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Zum vierten Mal seit seiner Privatisierung vor zehn Jahren wechselt Telecom Italia den Eigentümer. Ein Konsortium um den spanischen Branchenriesen Telefonica steigt beim Konzern ein. Die Bietergruppe, zu der auch die italienischen Finanzdienstleister Mediobanca und Generali gehören, will für die Übernahme der Holding Olimpia 4,1 Milliarden Euro zahlen.

Olimpia ist mit 18 Prozent Hauptaktionär der Telecom Italia. Die Holding ist zu 80 Prozent im Besitz des Reifenherstellers Pirelli. Pirelli wollte sich seit langem von seiner Telecom-Italia-Beteiligung trennen und hatte zunächst mit amerikanischen Interessenten verhandelt. Dies rief indes die Regierung in Rom auf den Plan, die heimische Investoren bevorzugte.

Die italienischen Gesellschafter haben an der neuen Holding Telco die Mehrheit, die nun 23,6 Prozent an Telecom Italia hält. Telefonica übernimmt als größter Einzelaktionär zugleich die operative Kontrolle. Bei dem Geschäft wird Pirelli 3,3 Milliarden Euro einnehmen. Der neue Aufsichtsrat von Telecom Italia wird überwiegend von Italienern gestellt, Telefonica übernimmt zwei von 19 Sitzen.