Eilmeldung

Eilmeldung

Streit um russisches Kriegerdenkmal in Estland geht weiter

Sie lesen gerade:

Streit um russisches Kriegerdenkmal in Estland geht weiter

Schriftgrösse Aa Aa

Das Monument, das in der vergangenen Woche demontiert worden war, wird auf einem Soldatenfriedhof in Tallinn wieder aufgebaut. Rund ein halbes Jahrhundert lang hatte es sich im Zentrum der estnischen Hauptstadt befunden. Die Ursachen dafür sind historische: Der unabhängige baltische Staat war am Ende des Zweiten Weltkriegs von den Truppen Stalins besetzt worden. Die Sowjetrepublik hatte erst 1991 ihre Unabhängigkeit wiedererlangt. Ein Bauzaun umgibt inzwischen den Ort, an dem das Denkmal bisher gestanden hat und Experten exhumieren die sterblichen Reste mehrerer sowjetischer Soldaten, die hier beigesetzt worden waren. Der Abbau des Monuments hatte in der vergangenen Woche schwere Unruhen ausgelöst. Ein Mensch war dabei ums Leben gekommen, rund 150 waren verletzt worden. Ein Viertel der Bevölkerung Estlands sind Russen. Eine Delegation der russischen Duma hält sich zur Zeit in Tallinn auf.