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Winograd-Kommission bringt Olmert in argen Erklärungsnotstand

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Winograd-Kommission bringt Olmert in argen Erklärungsnotstand

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Israels Ministerpräsident Ehud Olmert hat den Libanon-Krieg ohne klaren Plan und Strategie begonnen. Dieses desaströse Zeugnis stellte dem 61-jährigen die Winograd-Kommission aus, die sich seit vergangenem Herbst kritisch mit dem Militär-Einsatz im Nachbarland beschäftigt.

Das Gremium, angeführt von dem ehemaligen Richter Eliahu Winograd, überreichte Olmert den Bericht am Montag nachmittag in Jerusalem. Die Opposition hatte bereits vor den Erklärungen der Kommission Olmerts Rücktritt gefordert, was dieser aber zurückgewiesen hatte.

Scharfe Kritik formulierte die Expertengruppe auch an Verteidigungsminister Amir Perez sowie an ex-Generalstabschef Dan Halutz. Die Hisbollah schoß während des Libanon-Krieges rund 4.000 Raketen auf Israel ab, die stärkste Armee des Nahen Ostens sah sich dem zumeist nicht gewachsen.

117 israelische Soldaten und 41 israelische Zivilisten starben in dem Krieg, sowie rund 1.200 Libanesen, darunter schätzungsweise 270 Hisbollah-Kämpfer. Die Auseinandersetzung endete am 14.August 2006 nach einem Waffenstillstand zwischen Israel und den Islamisten.