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Estland: Gespräche mit Russland über Verlegung des Kriegerdenkmals bleiben ergebnislos

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Estland: Gespräche mit Russland über Verlegung des Kriegerdenkmals bleiben ergebnislos

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Das umstrittene sowjetische Kriegerdenkmal in der estnischen Hauptstadt Talinn hat einen neuen Platz auf dem Soldatenfriedhof der Stadt gefunden. Die Verlegung der Statue belastet die Beziehungen zwischen Estland und Russland schwer. Gespräche zwischen estnischen Regierungsvertretern und einer Delegation aus Moskau blieben ergebnislos. Der Veteranenausschuss der Duma hatte sogar den Rücktritt der Regierung in Talinn gefordert. Russland wirft Estland vor, mit dem Abbau des Denkmals das Andenken der Roten Armee zu schänden. Am Freitag war das Monument trotz heftiger Proteste aus der Bevölkerung abgebaut worden. Am ehemaligen Standort exhumierten die Behörden zudem die Überreste von neun sowjetischen Soldaten, die ebenfalls auf dem Militärfriedhof beigesetzt werden sollen.

Das Außenministerium in Talinn legte unterdessen offiziell Protest gegen die Blockade der estnischen Botschaft in Moskau ein. Mehrere hundert kremlnahe Jugendliche versperrten auch gestern den Eingang zur Botschaft, um gegen die Verlegung des Denkmals zu protestieren.