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Venezuela verläßt Weltbank und internationalen Währungsfond

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Venezuela verläßt Weltbank und internationalen Währungsfond

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Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat angekündigt, dass sein Land die internationalen Finanzinstitutionen Weltbank und Währungsfonds verlassen wird. Chavez sagte dies während einer Ansprache zum internationalen Tag der Arbeit:

“Wir haben es gar nicht nötig, in Washington um Geld zu betteln. Weder beim Währungsfonds, noch bei der Weltbank! Und darum möchte ich, dass Venezuela diese Institutionen verlässt!” Das Lateinamerikanische Land hat in den letzten Jahren alle Schulden gegenüber der Weltbank beglichen – und fordert nun seine Kapitaleinlage zurück.

Die Ankündigung des Präsidenten kommt zu einem Zeitpunkt, da die Bank eine tiefe Vertrauenskrise durchmacht. Weltbank-Präsident Paul Wolfowitz wird dabei scharf kritisiert, weil er seiner Geliebten und Mitarbeiterin eine Beförderung und ein höheres Gehalt verschafft hat.

Präsident Chavez hat während seiner Ansprache auch angekündigt, dass sein Land den Mindestlohn erhöhen und die Arbeitszeit verkürzen werde. Ferner werde die Verstaatlichung des Öl-Sektors weitergeführt. In absehbarer Zeit möchte Chavez Venezuela zu einer sozialistischen Republik machen.