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Brüssel lobt den Euro als Stabilitätsanker

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Brüssel lobt den Euro als Stabilitätsanker

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Die EU-Kommission sieht in dem starken Euro keine Gefahr für die Exportwirtschaft der Eurozone. Trotz des Wechselkursanstiegs gegenüber dem Dollar seien die Ausfuhren in die USA seit 2002 gewachsen, sagte EU-Währungskommissar Joaquin Almunia bei der Vorlage des jüngsten Konjunkturberichts in Brüssel.

Er wehrte sich mit dieser Bilanz auch gegen Attacken gegen den starken Euro im französischen Präsidentschaftswahlkampf. Der Euro, so Almunia, schütze den Währungsraum vor äußeren Schwankungen. Außerdem schaffe die Gemeinschaftswährung neue wirtschaftliche Wachstumschancen, die es vorher nicht gegeben habe. Die Eurozone durchlebe derzeit eine Phase der sehr robusten Erholung.

Die Brüsseler Kommission erwartet im laufenden Jahr ein Wachstum von 2,4 Prozent und legt sich damit noch die größte Zurückhaltung auf. Die Europäische Zentralbank, der Internationale Währungsfonds und die OECD sind allesamt optimistischer. Ihre Wachstumsprognosen liegen zwischen 2,5 und 2,8 Prozent.

Die Attraktivität der Eurozone zeigt sich laut Kommission auch im Drängen der neuen EU-Mitglieder, die Gemeinschaftswährung möglichst rasch einzuführen. 2008 wollen Zypern und Malta den Euro haben, 2009 plant die Slowakei die Einführung, 2012 Polen.