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Buhrufe und Beifall für Sanierungskurs der Deutschen Telekom

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Buhrufe und Beifall für Sanierungskurs der Deutschen Telekom

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Auf der Hauptversammlung der Deutschen Telekom haben sich Befürworter und Gegner des Sanierungskurses einen heftigen Schlagabtausch geliefert. Am Veranstaltungsort in Köln protestierten Beschäftigte auf Plakaten und Spruchbändern gegen das Maßnahmenpaket.

Im Saal wurde die Rede von Konzernchef Rene Obermann immer wieder von Pfiffen unterbrochen.
Dennoch verteidigte er seinen Kurs. Das Unternehmen will 50.000 Mitarbeiter gegen deren Willen in drei Service-Gesellschaften auslagern, wo sie für weniger Geld länger arbeiten sollen. Dadurch erhofft sich die Telekom bis 2010 Einsparungen zwischen 4,2 und 4,7 Milliarden Euro.

Hintergrund sind die schlechter werdenden Geschäftszahlen. Die Kunden seien nicht bereit, historisch bedingte Preisaufschläge zu zahlen, sagte Obermann. Tatsächlich ist die Zahl der Kunden rückläufig.

Um seine Solidarität mit den Mitarbeitern zu bekunden, gab der Konzern einen Gehaltsverzicht der Vorstandsmitglieder um ein Monatsgehalt bekannt. Bei Obermann seien es zwei Gehälter, was etwa 200.000 Euro entspricht.