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Geplante Übernahme von ABN Amro durch Barclays von Gericht durchkreuzt

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Geplante Übernahme von ABN Amro durch Barclays von Gericht durchkreuzt

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Die Bemühungen der britischen Barclays Bank, ABN Amro zu übernehmen, haben einen schweren Rückschlag erlitten. Ein Gericht in Amsterdam untersagte dem niederländischen Geldhaus, dessen US-Tochtergesellschaft LaSalle wie fest verieinbart an die Bank of America zu verkaufen. Vor einer Veräußerung müssten die Aktionäre gefragt werden, so das Urteil.

Mit der Annullierung der Transaktion entfällt eine zentrale Voraussetzung für die geplante Fusion aus ABN Amro und Barclays. Die Vorstandschefs beider Banken hatten Ende April bekannt gegeben, sich zusammenschließen zu wollen.

Nun bekommt das Dreier-Konsortium um die Royal Bank of Scotland Auftrieb, das sich bereits auf eine feindliche Übernahme von ABN Amro vorbereitet. Das Trio will die niederländische Großbank einschließlich ihrer US-Tochter kaufen und unter sich aufteilen. Es bietet den Gesellschaftern von ABN Amro deutlich mehr für die Übernahme und hat deshalb im Kreis der Aktionäre große Unterstützung.

Dagegen will die britische Barclays die Übernahme von ABN Amro nur durch eigene Aktien finanzieren.