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Letzte Kundgebungen vor französischer Präsidentenwahl

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Letzte Kundgebungen vor französischer Präsidentenwahl

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Kurz vor der Entscheidung in der französischen Präsidentenwahl haben beide Kandidaten mit letzten Großveranstaltungen noch einmal ihre Anhänger mobilisiert. In Montpellier warb der Konservative Nicolas Sarkozy für eine hohe Wahlbeteiligung. Dabei ging er auf die große Zahl der Wähler im ersten Durchgang ein – das vorher entmutigte Volk, wie er sagte. Diese Menschen hätten sich jetzt wieder erhoben und gesagt, nie wieder solle jemand anderes für sie entscheiden: Das sei die Botschaft aus der ersten Wahlrunde.

Seine Gegnerin, die Sozialistin Ségolène Royal, versuchte in Lille noch einmal, entscheidende Stimmen zu sammeln. Ihre Anhänger rief sie auf, trotz des Rückstands in den Umfragen bis zum Schluss weiterzukämpfen. Sie hätten sich aufgemacht, um ein veraltetes System abzuschaffen, das die Ungleichheit immer weiter verschärft habe. Jetzt müsse man unbedingt ein neues Frankreich erfinden.

Ihr seid mein Wahlkampfteam, rief sie der Menge dann direkt zu; jeder einzelne von euch! Ihr könnt das Volk zu uns bringen; ihr habt diese Volksbewegung angestoßen!

Am Tag zuvor gab es zwischen beiden die einzige Fernsehdebatte. Sarkozy konnte dabei offenbar seinen Vorsprung leicht ausbauen. Eine Umfrage zeigt für ihn in der Stichwahl am Sonntag 53 Prozent, für Royal 47 Prozent. Jeder Fünfte will demnach allerdings der Wahl fernbleiben oder eine ungültige Stimme abgeben.