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Frankreich: Nicolas Sarkozy plant schnellen Start als Präsident

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Frankreich: Nicolas Sarkozy plant schnellen Start als Präsident

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Der Weg zum Elysee-Palast ist frei für Nicolas Sarkozy: Nach seinem Sieg bei den französischen Präsidentschaftswahlen wird sich der Ex-Innenminister für einige Tage in Klausur begeben – an einem geheimen Ort, dem Vernehmen nach auf Korsika. Er wolle in Ruhe seine Regierungsmannschaft zusammenstellen, hieß es aus seinem Umfeld. Wenige Tage nach der offiziellen Amtsübernahme am 16. Mai soll das auf 15 Minister begrenzte Kabinett vorgestellt werden. Als Premierminister ist vor allem Sarkozys Berater Francois Fillon im Gespräch, aber auch Sozialminister Jean-Louis Borloo und Verteidigungsministerin Michele Alliot-Marie werden genannt. Die Nationalversammlung wird im Juni neu gewählt und Sarkozy will den Schwung der Präsidentschaftswahlen nutzen, um seiner Partei UMP im Parlament eine komfortable Mehrheit zu sichern.

53 Prozent der abgegebenen Stimmen in der Stichwahl waren auf Sarkozy entfallen. Rund 30.000 seiner Anhänger versammelten sich in der Nacht auf dem Pariser Place de la Concorde, um ihren Kandidaten zu feiern. Und der versprach, Ungerechtigkeiten zu bekämpfen und jedem eine Chance zu geben – ein erster Versuch, seine Gegner zu beschwichtigen. Freilich verwies Sarkozy aber auch darauf, dass es keine Rechte ohne Pflichten geben werde. Auch die Ziele der ersten Auslandsreisen des künftigen französischen Präsidenten stehen schon fest: Kurz nach Amtsantritt wird Sarkozy Brüssel und Berlin besuchen, wo er seinen Vorschlag zur Rettung der EU-Verfassung auf den Weg bringen will: Er plädiert für eine reduzierte Vertragsvariante, über die die Franzosen nicht nochmals abstimmen müssten.