Eilmeldung

Eilmeldung

Reuters und Thomson in Übernahmegesprächen

Sie lesen gerade:

Reuters und Thomson in Übernahmegesprächen

Schriftgrösse Aa Aa

Die traditionsreiche britische Nachrichtenagentur Reuters hat grundsätzliche Zustimmung zu einer Übernahme durch die kanadische Thomson-Gruppe signalisiert. Beide Unternehmen seien in Übernahmegesprächen, teilte Reuters am Dienstag in London mit.

Thomson soll Medienberichten zufolge umgerechnet 13 Milliarden Euro für die 1851 einst von einem Deutschen gegründete Nachrichtenagentur auf den Tisch legen. Eine Fusion würde den weltweiten Marktführer für Finanzdaten und Nachrichten schaffen und den momentanen Branchenprimus Bloomberg auf Platz zwei verweisen.

Zudem könnten durch eine Übernahme jährlich 370 Millionen Euro eingespart werden. Die neue Gruppe soll Thomson-Reuters heißen, das Kerngeschäft mit Finanzdaten und Nachrichten jedoch unter dem Namen Reuters fortgeführt werden. Den Angaben zufolge soll der bisherige Reuters-Chef Tom Glocer das fusionierte Unternehmen führen.

Als potenzieller Interessent für Reuters war bisher auch Medienmogul Rupert Murdoch gehandelt worden, nachdem dieser mit einem Angebot für den US-Medienkonzern Dow Jones gescheitert war.