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Wieder Straßenkrawalle in Frankreich

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Wieder Straßenkrawalle in Frankreich

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In Frankreich haben am Abend wieder Jugendliche in mehreren Städten gegen den künftigen Präsidenten Sarkozy demonstriert. Die Zahl der Teilnehmer war zwar geringer als in der vergangenen Wahlnacht, dennoch ist es erneut zu Ausschreitungen gekommen. So musste die Polizei allein in Paris gegen 500 Randalierer vorgehen. Die Jugendlichen hatten um und am Place de la Bastille Scheiben eingeworfen, Telefonzellen zerstört und Autos demoliert. Eine größere Zahl Randalierer wurde festgenommen.

Auch in anderen französischen Städten wie Lyon, Nantes oder Tours gab es Demonstrationen von linken Gruppen. Vereinzelt kam es zu Reibereien mit der Polizei, als Demonstranten Gegenstände in Brand steckten. In der Nacht zum Montag hatte es bereits Ausschreitungen gegeben. In Paris räumte die Polizei ebenfalls den Place de la Bastille, nach dem sie von Anti-Sarkozy-Demonstranten mit Pflastersteinen und Geschossen angegriffen worden war.

Die meist linksradikale Demonstranten steckten landesweit 730 Autos in Brand. Rund 590 Brandstifter und Randalierer wurden nach Polizeiangaben festgenommen, 78 Polizisten wurden verletzt.