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Clinton drückt Preise für AIDS-Medikamente

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Clinton drückt Preise für AIDS-Medikamente

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Zwei große Pharma-Konzerne wollen die Preise für Aids-Medikamente in Entwicklungsländern deutlich senken. Die Mittel der Hersteller Cipla sowie Matrix Laboratories sollen damit in 66 Staaten erschwinglich werden. Dies gab der frühere US-Präsident Clinton bekannt, dessen Stiftung die Preisreduzierung erreicht hatte.

“Weniger als ein Jahr nach dem Start einer AIDS-Behandlung ist es nur eine Tablette, die am Tag eingenommen werden muss.”, sagte Clinton in New York. “Wir geben hiermit einen Preis von unter einem Doller pro Pille für Entwicklungsländer bekannt. Das enspricht einem Rabatt von 45 Prozent in Afrika und 67 Prozent in vielen anderen Ländern.”

Kenias Gesundheitsministerin Charity Kaluki Ngilu begrüßte die Preissenkung: “Auf viele Medikamente die AIDS-Patienten in New York zur Verfügung stehen, haben nun auch AIDS-Patienten in Kenia Zugriff.”

Auch Brasilien kämpft derzeit um billigere AIDS-Medikamente. Präsident Lula da Silva hatte vor kurzem mit dem US-amerikanischen Pharmaunternehmen Merck darüber gesprochen. Merck bot zwar einen Nachlass von 30 Prozent an, dennoch scheiterten die Verhandlungen. Brasilien will nun in Zukunft ein Imitat mit identischen Wirkstoffen, aus Indien importieren.