Eilmeldung

Eilmeldung

Luxusurlaub: Sarkozy erntet erste Kritik

Sie lesen gerade:

Luxusurlaub: Sarkozy erntet erste Kritik

Schriftgrösse Aa Aa

Den Neuanfang hatten sich die Franzosen anders vorgestellt: nach dem Wahlsieg verschwand ihr zukünftiger Präsident von der Bildfläche. “Klausur” hatte es zunächst geheissen – dann aber wurde Nicolas Sarkozy auf einer Luxus-Jacht vor Malta wieder gesichtet. Beim Jogging auf der Mittelmeerinsel verteidigt Nicolas Sarkozy dann gegenüber den eilig depechierten Journalisten sein verfassungsmäßiges “Recht auf Urlaub”: Wäre er sofort vereidigt worden, wäre er natürlich da geblieben! “Aber die Konstitution gibt mir diese paar Tage. Und die möchte ich jetzt in aller Ruhe geniessen.” Und einen Grund für Aufregung gibt es – natürlich – nicht: “Ich glaube, dass die Franzosen selber denken und klar unterscheiden können, zwischen der Polemik und der Politik.”

Aber nicht die Ferien sind das Problem – sondern dass die Yacht einem milliardenschweren Unternehmer Vincent Bolloré gehört, sagt der Sozialist Vincent Peillon, der Sarkozy vorwirft, im Wahlkampf in Fabriken gegangen und vom “Frankreich, dass früh aufsteht” geredet zu haben. “Und dann zeigt er sich an der Seite eines ‘Frankreich der Reichen’!” Eine unglaubliche Freundschaft bestünde da, zwischen dem künftigen Präsidenten, und “einem von Frankreichs grösstem Kapitalisten und Medien-Chefs.”

Während der zükunftigte Präsident noch im Mittelmeer kreuzt, hat sein Vorgänger Jacques Chirac noch einmal den Ministerrat geleitet: Das letzte Mal, denn in der kommenden Woche wird Sarkozy auch offiziell vereidigt – und muss dann wohl selbst “früh aufstehen”.