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Stichwahl zum Präsidentenamt in Ost-Timor

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Stichwahl zum Präsidentenamt in Ost-Timor

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Gut eine halbe Millionen Menschen sind heute in Ost-Timor aufgerufen, einen neuen Präsidenten zu wählen. Die Stichwahl war nötig geworden, weil im ersten Wahlgang vor vier Wochen keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erhielt. Bereits am frühen Morgen bildeten sich lange Schlangen vor den Wahllokalen. Bislang lief der Urnengang friedlich ab. Es ist die erste freie Präsidentenwahl in dem armen Inselstaat. Ost-Timor war 1975 nach dem Ende der portugiesischen Kolonialherrschaft von Indonesien besetzt worden. Erst 2002 erlangte es nach langen Kämpfen die Unabhängigkeit.

Als Favorit für das Präsidentenamt gilt der derzeitige Ministerpräsident und Friedensnobelpreisträger José Ramos-Horta. Er hatte beim ersten Wahlgang die meisten Stimmen bekommen. Sein Herausforderer ist der ehemalige Untergrundkämpfer Francisco Guterres, genannt Lu Olo. Beide Kandidaten haben angekündigt, das Ergebnis zu akzeptieren.

Mehrere tausend internationale Truppen und Polizeikräfte sind im Einsatz, um Zusammenstöße und Unregelmäßigkeiten bei der Wahl zu verhindern.