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Aufschub für Paul Wolfowitz

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Aufschub für Paul Wolfowitz

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Der stark unter Druck geratene Weltbank-Präsident hat noch bis morgen Zeit, um sich zu den Vorwürfen wegen Vetternwirtschaft zu äußern. Am kommenden Dienstag dann wird sich Wolfowitz vor dem Exekutivrat der Weltbank persönlich zu den Anschuldigungen erklären müssen. Bereits am Sonntag hatte der Weltbank-Chef den Untersuchungsbericht erhalten, der kein gutes Haar an ihm lässt.

Darin heißt es, Wolfowitz habe ethische Regeln verletzt, indem er eine Beförderung für seine Lebensgefährtin arrangierte. “Wir müssen die Sache lösen und Wolfowitz absetzen”, so ein US-Analyst, “ansonsten verlieren wir die finanzielle Unterstützung Europas, die für Entwicklungsländer notwendig ist, und wir verlieren die Möglichkeit, den nächsten Weltbank-Präsidenten zu bestimmen.”

Wolfowitz hatte 2005 seiner ebenfalls bei der Organisation tätigen Freundin einen deutlich höher bezahlten Posten beschafft.