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EADS: Schwierige Tochter

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EADS: Schwierige Tochter

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Die Krise bei der Tochter Airbus und der Höhenflug des Euro haben beim europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS im ersten Quartal die Bilanz schlecht ausfallen lassen. Bei leicht sinkenden Umsätzen fiel im ersten Quartal ein Verlust von zehn Millionen Euro an – nach einem Gewinn von 522 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Dies gilt für EADS. Die Zahlen für Airbus allein sind noch düsterer: Ein Verlust von 69 Millionen Euro nach einem Gewinn von 684 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum und ein Rückgang bei den Aufträgen auf lediglich 51, im Vergleich zu 70 im ersten Quartal 2006.

Zusätzliche Sorgen bereitet dem Konzern der schwache Dollarkurs. Die offizielle Umsatzprognose für 2007 baut auf einem Euro-Dollar-Wechselkurs von 1,30 auf. An den Devisenmärkten liegt der Kurs tatsächlich aber bei 1,35. Die beiden Chefs, Tom Enders und Louis Gallois, forderten das umstrittene Sanierungsprogramm Power 8 für die Tochter Airbus rasch umzusetzen. Unter Power 8 sollen bis 2010 rund 10.000 Stellen gestrichen werden. Die Pläne zur Steigerung der Airbus-Produktion und Kostensenkung können nur umgesetzt werden, wenn es keine weiteren größeren Streiks der Belegschaft gegen das Sanierungsprogramm gibt.