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EU richtet neues Netzwerk als Frühwarnsystem zur Sicherung der Energie-Versorgung ein


Redaktion Brüssel

EU richtet neues Netzwerk als Frühwarnsystem zur Sicherung der Energie-Versorgung ein

Die Energie-Abhängigkeit von Russland bereitet den Europäern seit langem Sorge, insbesondere, seit Engpässe im Gasstreit Russlands mit der Ukraine sich auch in Europa bemerkbar machten. Als Konsequenz daraus hat die EU an diesem Donnerstag ein neues gemeinsames Netzwerk zur Energiesicherheit eingerichtet, um auf Risiken bei der Versorgung schnell reagieren zu können.

Denn der Energiehunger der Europäer nimmt zu, allein innerhalb von zehn Jahren ist der Anteil der Importe deutlich gestiegen, von 44 Prozent 1995 auf über 56 Prozent 2005.

Im neuen Netzwerk beobachten Experten der Mitgliedsstaaten, der Kommission und des Europäischen Rates unter anderem externe Faktoren, die die Versorgung beeinträchtigen können – politische Konflikte zum Beispiel. “Dies ist ein Mittel, um eine gemeinsame Energiepolitik zu haben, nicht nur zum Informationsaustausch, nicht nur, um schnell auf Schwierigkeiten reagieren zu können, die auftreten können, weil es im Energiebereich Bedrohungen gibt. Es geht auch darum, gemeinsam darüber nachzudenken, welches die Bedrohungen und die besten Antworten darauf sind. Es ist also ein wichtiges, solides Element hin zur Politik, wie wir sie alle wünschen”, erklärt Eneko Landaburu, Generalirektor für Außenpolitik bei der EU-Kommission.

Inzwischen ist die EU sich einig, dass sie nur gemeinsam ihre Energieversorgung sichern kann. Dazu soll auch das künftige Kooperationsabkommen mit Russland dienen. Doch wird bei Diplomaten in Europa der Zweifel laut, ob die Russen wirklich ein Interesse daran haben, sich in eine europäische Energiepolitik fest einbinden zu lassen.

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