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Frankreich: 2 Präsidenten gedenken der Sklaverei - und garantieren dem Libanon Kontinuität

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Frankreich: 2 Präsidenten gedenken der Sklaverei - und garantieren dem Libanon Kontinuität

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Gemeinsam haben der amtierende und der designierte Präsident Frankreichs an einer Gedenkfeier teilgenommen. Jacques Chirac und sein Nachfolger Nicolas Sarkozy weihten gemeinsam im Pariser Jardin du Luxembourg eine Plastik ein: Eine gebrochene Kette, die an die Opfer der Sklaverei erinnern soll – und ihrer Abschaffung.

Heute vor sechs Jahren verabschiedete das französische Parlament ein Gesetz, daß Sklaverei und Menschenhandel zu “Verbrechen gegen die Menschlichkeit erklärte”. Vor einem Jahr erklärte Chirac dann den 10.Mai zum Gedenktag. Sarkozy dagegen hatte während seines Wahlkampf öffentliche Reue-Bekundungen für Unrecht während der Kolonialzeit kritisiert.

Der gemeinsame Auftritt Chiracs und Sarkozys, eine Woche vor der Amtsübergabe, dürfte jedoch eher Symbolwert haben – ganz unabhängig von dieser Debatte.

Anschließend trafen sie den Führer der anti-syrischen Parlamentsmehrheit im Libanon, Saad Hariri. Chirac ist ein enger Freund der Familie Hariri. Der Vater von Saad Hariri, der libanesische Ex-Premier Rafik Hariri, wurde im Februar 2005 in Beirut ermordet. Sarkozy versicherte Hariri die Fortsetzung der engen Beziehung zwischen Frankreich und dem Libanon.