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Leitzinsentscheidungen für Großbritannien und Euroland

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Leitzinsentscheidungen für Großbritannien und Euroland

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Die britische Notenbank hat ihren Leitzins erhöht. Der Leitzins steigt um 0,25 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent. Dies teilte der geldpolitische Ausschuss der Notenbank in London mit. Experten hatten angesichts der höchsten Inflation seit über zehn Jahren von über drei Prozent einstimmig mit einer Zinserhöhung gerechnet. Der Leitzins ist nun höher als in den USA. Dort liegt er bei 5,25 Prozent. Zuletzt hatte die Bank of England die Zinsen im Januar um 0,25 Punkte angehoben. Die Währungshüter um Mervyn King peilen eine Inflation von zwei Prozent an.

Unterdessen hat die Europäische Notenbank nach ihrer auswärtigen Ratssitzung in Dublin bekanntgegeben, den wichtigsten
Leitzins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Geld in der Eurozone unverändert bei 3,75 zu belassen. Auch dies war von Analystsen erwartet worden. EZB-Chef Jean-Claude Trichet erläuterte: “Wir haben entschieden, die Leitzinsen unverändert zu lassen. Starke Wachsamkeit ist wichtig, damit mittelfristig keine Risiken für die Preisstabilität auftreten, damit mittel- und langfristige Inflationserwartungen in der Eurozone fest auf einem Niveau verankert bleiben auf einem Niveau, mit der Preisstabilität einher geht. Bei der nächsten Sitzung der europäischen Zentralbank am 6. Juni erwarten die Märkte einen Zinsschritt auf 4 Prozent. Grund dafür ist das starke Wirtschaftswachstum in Europa, das Inflationsgefahren mit sich bringt.