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Papst-Besuch in Brasilien von Aufregung um Äußerungen zur Abtreibung überschattet

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Papst-Besuch in Brasilien von Aufregung um Äußerungen zur Abtreibung überschattet

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Ein freundlicher Empfang für Benedikt XVI. im brasilianischen Sao Paulo: Zehntausende Menschen jubelten dem Papst zu. Dieser hatte bereits auf dem Flug für Aufregung gesorgt, als er erklärte, mexikanische Politiker, die für eine Legalisierung der Abtreibung seien, müssten exkommuniziert werden. Später sagte sein Sprecher, der Papst sei davon ausgegangen, dass die mexikanischen Bischöfe die Exkommunikation bereits beschlossen hätten; er habe aber nicht die Absicht, selbst jemanden aus der Kirche auszuschließen. Die Brasilianer waren trotzdem begeistert, als der Papst vom Balkon des Klosters Sankt Benedikt aus “aufregende und fröhliche Tage” während seines Aufenthalts versprach.

Gleich nach der Landung des Papstes in Sao Paulo begrüßte ihn Staatspräsident Luiz Ignacio Lula da Silva. Am Donnerstag stand ein längeres Treffen mit Lula da Silva auf dem päpstlichen Besuchsprogramm. Das Thema Abtreibung sollte dabei nicht angesprochen werden – obwohl auch Brasilien eine Lockerung der Regelungen plant. Unterdessen versammelten sich zahlreiche Gegner des Papstes im Stadtzentrum. Ihre Kritik zielt vor allem auf die ablehnende Haltung Benedikts zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften.