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Reaktionen auf Tony Blairs Rücktritt zwischen Bedauern und Hoffnung

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Reaktionen auf Tony Blairs Rücktritt zwischen Bedauern und Hoffnung

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EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso hat Tony Blair als “wertvollen Partner” gewürdigt. Man habe gut zusammengearbeitet, sagte Barroso, schränkte allerdings sein Lob gleich wieder ein: “Blair war erfolgreich in Europa, er hat Europa näher an Großbritannien herangebracht, aber er war nicht in der Lage, die Haltung der Briten gegenüber der EU zu ändern.”

Der israelische Vizeregierungschef Simon Peres hingegen fand uneingeschränkt freundliche Worte für den scheidenden britischen Premierminister. “Für uns Israelis hatte er eine besondere Bedeutung”, sagte Peres. “Er war im politischen und auch im religiösen Sinn ein Freund, der die Tragödie des Judentums wirklich verstanden hat.” Etwas anders sehen das die Palästinenser. Informationsminister Mustafa Barguti zeigte sich wenig traurig über Blairs Abschied. “Wir hoffen, dass Blairs Rücktritt und die Ernennung eines neuen Premierministers eine grundlegende Änderung in der britischen Politik mit sich bringt”, so Barguti, “dass diese sich weniger an Israel orientiert und mehr mit den Palästinensern zusammenarbeitet.”

Im Irak wurde Blairs Demission gleichgültig aufgenommen. Die britische Irak-Politik werde sich nicht ändern, hieß es bei der Bevölkerung, und: Blair habe zwar den Terrorismus bekämpfen wollen, aber dank seiner Politik sei der Terror nun im Irak allgegenwärtig.