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Tony Blair zieht sich am 27. Juni zurück

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Tony Blair zieht sich am 27. Juni zurück

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Seit Tagen war die Ankündigung angekündigt, nun ist sie endlich heraus: Tony Blair hat bekanntgegeben, wann er sich zurückzieht: Ab dem 27. Juni wird er nicht mehr Chef der Labour Partei sein – und damit auch nicht mehr britischer Premierminister. Wahrscheinlich Nachfolger ist Schatzkanzler Gordon Brown.

Vor begeisterten Anhängern in Trimdon in seinem nordostenglischer Wahlkreis sagte der britische Premierminister, er sei “lange genug” im Amt gewesen. Und er schaute noch einmal auf die vergangenen 10 Jahre zurück – ohne Reue:“Ich mag mich geirrt haben. Aber wenn Sie mir nur eines glauben, dann wenigstens dies: Ich habe genau das getan, von dem ich glaubte, dass es richtig für unser Land war!”

Mit großen Hoffnungen habe er sein Amt angetreten, “und ich verlasse es mit noch größeren Hoffnungen! Heute kann dieses Land vertrauensvoll in die Zukunft sehen – statt Angst vor ihr zu haben.”

Und, so Blair, es gibt Menschen, die ein härtes Los haben als er: “Es gibt Leute, die mir sagen, dass ich einen harten Job hatte. Aber, eigentlich kann man das nicht wirklich sagen: Ein hartes Leben, ist jener der behinderten Kinder und ihrer Eltern, die mich vor ein paar Wochen im Parlament besuchten.”

Blair betonte, es habe die – wie er sagte -, “großartigste Nation der Erde” geführt. Die beste Methode, dem Reiz der Macht zu entkommen sei aber: sie abzugeben.

Während er auf dem Gelände des Labour-Clubs in Trimdon begeisterten Applaus erntete, protestierten vor den Toren Friedensaktivisten gegen Blairs Engagement im Irak-Krieg. Dies war sicher seine umstrittenste Entscheidung als Premierminister.