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Wolfowitz bekommt eine Woche Bedenkzeit

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Wolfowitz bekommt eine Woche Bedenkzeit

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Während draußen vor der Bank Demonstranten weiter den Rücktritt des Weltbank-Chefs fordern, spielt Paul Wolfowitz drinnen auf Zeit. Der Exekutivrat der Weltbank hat ihm auf sein Bitten hin eine zusätzliche Woche Bedenkzeit eingeräumt, um sich zu den Anschuldigungen gegen ihn zu äußern.

Wolfowitz wird vorgeworfen, seine bei der Bank beschäftigte Lebensgefährtin begünstigt zu haben. Die Menschenrechtsexpertin Shaha Riza hatte bei seinem Amtsantritt auf einen deutlich höher dotierten Posten im US-Verteidigungsministerium gewechselt. Am Dienstag hatte ein Ausschuss der Weltbank die Vorwürfe gegen Wolfwitz bestätigt.

Bislang unterstützt US-Präsident Bush den Architekten seines Irak-Krieges. Ein Sprecher des Weißen Hauses bekräftigte gestern erneut den Rückhalt der Bush-Regierung für den Weltbankchef. Mehrere europäische Regierungen drängen inzwischen aber auf eine Ablösung Wolfowitz. Im Gegenzug wollen sie offenbar akzeptieren, dass sein Nachfolger wieder automatisch ein Amerikaner wird.