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Yukos-Zentrale an Bieter mit unklarem Hintergrund versteigert

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Yukos-Zentrale an Bieter mit unklarem Hintergrund versteigert

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Der letzte Vermögenswert aus der Konkursmasse des zerschlagenen Yukos-Konzerns ist an das weitgehend unbekannte russische Unternehmen Prana gegangen.

Das bei der Auktion angebotene Paket umfaßte auch die einstige Yukos-Konzernzentrale im Zentrum Moskaus, bereits in der Vergangenheit waren die wichtigsten Ölförderbetriebe versteigert worden.

Das Angebot, das den Zuschlag bekam, soll ersten noch unbestätigten Angaben zufolge über 2,8 Milliarden Euro betragen.

Bislang ist nicht bekannt, in wessen Interesse Prana gehandelt hat. Fest steht jedoch: die genannte Kaufsumme würde das Mindestgebot um das Fünffache übertreffen.

Einer der Yukos-Konkursverwalter sagte, daß mit so einem hohen Preis niemand gerechnet habe. Man hoffe nun, der Gewinner der Auktion werde seinen Verpflichtungen nachkommen.

Yukos war im Vorjahr mit milliardenschweren
Steuernachforderungen in den Bankrott getrieben worden. Die offiziell genannte Summe der Schulden
beläuft sich auf umgerechnet rund 20 Milliarden Euro.

Eine Schuld, die durch die Zwangsverkäufe von Eigentum des einstigen Öl-Riesen beglichen werden soll.

Der frühere Yukos-Mehrheitseigentümer Michail Chodorkowski verbüßt derzeit eine achtjährige Haftstrafe wegen schweren Betrugs und Steuerhinterziehung.